Battle 2014 /// Livestreaming und andere Trends

Bevor ich zum Livestreaming komme, möchte ich noch auf einen anderen Trend hinweisen. Und zwar weil dieser sehr eng mit Streaming in Verbindung steht oder besser die Basis der Veränderung des Streaming Marktes ist.

Das Zusammenwachsen der Märkte

Jahrelang herbeigeredet und dann sind die meisten Marktteilnehmer doch überfordert wenn es Wirklichkeit wird. Heute sind bereits viele früher getrennte Technikbereiche zusammen gewachsen. Foto und Video, früher zwei Gebiete sind dabei immer mehr eins zu werden. Interessanterweise musste dabei die Videotechnik auf die großen Chips der Fotoindustrie reagieren. Consumer- und Profikameras sind über die Jahre zusammengewachsen, heute erreichen Consumerkameras teilweise bessere technische Werte und der Unterschied betrifft oft Handling und Anschlüße. Ein Profi braucht eben „noch“ mechanisch, stabile XLR- oder SDI-Anschlüße.

iPhone Produktionskoffer

iPhone Produktionskoffer

Telefonie, Fotografie und Filmen sind mit dem Smartphone eins geworden. Video- und PC-Technik sind heute schon so weit verschmolzen, dass oft eine Kamera bereits im Laptop integriert ist. Mit dieser Kamera kann der Anwender über Google Hang Out einen Livestreaming fahren. Wo ist das Problem? Es gibt keines und das ist das Problem! Den diese leistungsfähige Consumertechnik weckt auf der Anwenderseite enorm hohe Erwartungen und auf der Seite der Video Profis erzeugt es Angst. Angst um den Arbeitsplatz. Wird die Videobranche dem Print in den Ruin folgen und jeder macht seinen Film demnächst selbst? Auch hier bin ich optimistisch. Es kommt eine sehr große Veränderung auf uns alle zu. Und in 2014 geht dieser Prozess mit großen Schritten weiter. Aber der geht nicht in die Richtung weniger sondern sie führt zu mehr Video. Es wäre sehr interessant wenn man die Anzahl der Grafiker / Grafischen Büros vor der Einführung von Desktop Publishing und heute kennen würde. Sicher erstellen viele heute ihre Broschüren und Flyer selbst, aber die Profis im graphischen Bereich wurden nicht weniger.

Live is Life

Noch vor wenigen Jahren war Liveübertragung ein Thema nur für Experten. Doch aktuell drängt einer neuer, „frecher“ Produzentenkreis in den Ring und will, oft mit möglichst geringsten Kosten, dieses für sie neue Feld ausprobieren. Da gibt es Produzenten für „Sibirisches Schattenboxen“, Unternehmen die sich die Technik anschaffen um Firmenveranstaltung oder Messeauftritte live zu übertragen, bis zur Liveübertragung aus dem Münchner Dom. Allen gemein ist, das sie das Einzigartige des Moments nutzen um ihre Botschaft zu übertragen.

When the feeling of the people
Is the feeling of the band.
(Live is Life – Song von der Band Opus 1983)

Genau darum geht es durch die zeitliche Synchronität des Akteurs und Zuschauers zu einem gemeinsamen Gefühl zu kommen. Dann ist live, life. Den die Messe im Dom genauso wie der Boxkampf haben eine zeitlich begrenzte Dauer mit Anfang und Ende.

Google Hang Out

Für mich war das eine der wichtigsten technische Entdeckungen in 2013 und das wird in 2014 zur Wirkung kommen. Ich streife das Thema nur kurz und möchte Gunnar bitten, das vorzustellen und zu kommentieren.

Frank

Google Hang out – was ist das? Traditionell gab es bei dem SCHNITTPUNKT UG Open House Neues zu sehen. Frank Schulz ist Spezialist in diesem Bereich und kooperiert mit SCHNITTPUNKT.

An dieser Stelle ist es nur wichtig zu wissen, das Google eine Software zur Verfügung stellt die sowohl Livestreaming- als auch Konferenzsoftware ist und – das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen – die Liveübertragungen werden etwas zeitversetzt auf YouTube direkt zur Verfügung gestellt. Da steht dann wie durch Zauberhand der fertige Clip des Events sofort nach Beendigung desselben auf YouTube zur Verfügung.

When we all get the Power
We all give the best.
(Aus Live is Life, song von Opus 1983)

Livestreaming Hardware

Willkommen in der Realität. Über Trends kann man phantasieren. Wenn man aber wie SCHNITTPUNKT Livestudios verkauft anbietet, dann wird es real. Denn diese müssen unter den härtesten Produktionsbedingungen funktionieren – LIVE. Und die Erwartungshaltung ist da für wenig Geld so etwas realisieren zu können.
Da wir den Einsatz eines solchen Studios zu verantworten haben, lohnt es sich ein paar Gedanken, zum Thema Consumertechnik im professionellen Einsatz zu machen. Wir haben aktuell zu wenig Erfahrung um ein abschliessendes Urteil abzugeben. Aber wir haben Bauchschmerzen wenn es z.B. um die Verwendung von HDMI-Kabel geht. Im robusten Einsatz werden HDMI-Kabel eher defekt sein als BNC-Kabel, da sie für diesen Einsatz nicht gedacht sind. An dieser Stelle sollten die Anwender zumindest über die Grenzen Ihres Studios informiert sein und ihren Umgang mit der Technik darauf einstellen. Sonst werden die Folgeneine Beschädigungen der Kameras und eine höhere Gesamtfehlerrate sein. Und nach dem erstenTotalausfall werden die Akteure wieder nach einer professionellen Lösung fragen.
Natürlich kann so ein Livestreaming Studio sehr preiswert zusammengestellt werden aber ob sich das lohnt, weiß ich nicht. Wenn die ersten Schritte in diese neue Welt preiswert sein sollen und eine Geschäftsidee getestet wird, ja dann ist dieser Weg sinnvoll. Ansonsten sind wir in einem Jahr schlauer.
Hier sehen Sie ein Beispielsangebot der SCHNITTPUNKT UG

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