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Neue Geschäftsmodelle für die Filmbranche

Dieser Artikel wurde mir in Form einer e-mail über den Verteiler der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm zugesandt. Da ich ihn gelesen und für interessant befunden habe, teile ich ihn hier. Die Links sollte man sich anschauen.
Was ich an dem Text interessant finde ist:
Ich gehe ja bislang davon aus, dass sich die Inhalte expotential verhalten. Der Gedanke, dass sich die Technik ebenso verhält ist neu für mich aber sicherlich interessant.

Wo ich wiederspreche ist bei der Aussage:
“Automatische Übersetzungen tragen dazu bei, dass Sprachunterschiede keine Barrieren mehr darstellen.”
Das ist für die nächsten 10-20 Jahre nur ein Traum. Wir haben gerade mal wieder jemanden am übersetzen hier bei uns, …….

Verhindern ist kein Zukunftsmodell – sehr interessante Aussagen.

Am 01.07.2013 veranstaltete ich (Michael Augustin Rechtsanwalt) im Rahmen des Münchner Filmfestes ein Symposium zum Thema “Neue Geschäftsmodelle für die Filmbranche”, wozu ich Gerd Leonhard zu einer Keynote einlud, einen der nach dem Wall Street Journal weltweit führenden Futuristen im Medienbereich. Nun konnte ich endlich das Video seines Vortrages fertigstellen und auf Youtube hochladen, so dass Sie es unter dem folgenden Link sehen und natürlich gerne auch in Ihren jeweiligen Netzwerken weiterleiten und besprechen können:

Der Rest dieser Veranstaltung wurde ebenfalls aufgezeichnet und wird veröffentlicht, sobald die einzelnen Teile fertig geschnitten sind.

Im Folgenden fasse ich Ihnen aus diesem Video vorab die 5 wichtigsten Entwicklungen zur Zukunft der Filmbranche zusammen:

1. Die technologische Entwicklung vollzieht sich exponentiell
Smartphones und Tabletcomputer werden immer günstiger. Internetverbindungen werden immer leistungsstärker. Die technischen Entwicklungen vollziehen sich nicht linear, sondern exponentiell, d.h. die Neuerungen steigen in einer nach oben zeigenden steilen Kurve, nicht „nur“ in einer gerade verlaufenden Linie. In absehbarer Zeit hat fast jeder weltweit ein Smartphone oder einen Tabletcomputer und benutzt dieses nicht nur als „externes Gehirn“, sondern auch zum Konsum von Filmen, Musik, Apps, ebooks usw.

2. Digital ist der neue Standard, Konsumenten werden radikal ermächtigt
Filme, Musik usw. werden standardmäßig in digitaler Form konsumiert. Digitale Werke können ohne Qualitätsverluste kopiert und von den Konsumenten selbst – ggf. auch illegal – an andere weitergegeben werden. Technische Kopierschutzvorrichtungen und Abmahnungen von Rechtsanwälten können dies nicht verhindern.

3. Alles geht in die Cloud
Der traditionelle TV- und Internetkonsum nähern sich immer weiter aneinander an. Der Trend geht von zentral zu vernetzt zu dezentral, so dass die sozialen Netzwerke unsere neuen Sender werden. Die Vertriebskosten sinken, weil die Werke über das Internet verbreitet werden. Gleichzeitig steigt die Reichweite. Automatische Übersetzungen tragen dazu bei, dass Sprachunterschiede keine Barrieren mehr darstellen. Künftig werden alle weltweit auch in der Vergangenheit geschaffenen Werke im Internet verfügbar sein.

4. Verhindern ist kein Zukunftsmodell, es braucht Gründe für den Kauf
Weil die illegale Verbreitung der Werke über das Internet nicht verhindert werden kann, müssen den Konsumenten Gründe für die Bezahlung gegeben werden („PayWILL statt Paywall“). Solche Gründe können sein: Praktische Benutzeroberfläche, ansprechendes Design, Verfügbarkeit vieler Werke in hervorragender Qualität, Hintergrundinformationen, Relevanz, soziale Vernetzung, Personalisierung, schnelle Verbindung usw.

5. Der Wert liegt nicht mehr (nur) in der Kopie, sondern in der Relevanz, der Aufmerksamkeit und dem Kontext
Die Anzahl der jährlich produzierten Filme steigt weltweit stetig an. Auch die großen Marken haben bereits begonnen, eigene Branded Content/ Entertainment TV-Kanäle über das Internet zu verbreiten. Direct-to-Fan Marketing wird immer wichtiger, zumal die Filme um die Aufmerksamkeit der Konsumenten konkurrieren. Der noch bestehende eine große Massenmarkt wird durch eine Masse an Nischen ersetzt.

Ansonsten darf ich Sie auf den folgenden Link hinweisen, unter dem Sie meine nächsten Veranstaltungen einsehen können. Darunter zwei Vorträge im Bayerischen Filmzentrum im Geiselgasteig und ein Lehrauftrag an der Filmakademie in Ludwigsburg:

RA Michael Augustin

RA Michael Augustin

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Projekte und stehe für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Augustin
Rechtsanwalt

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MICHAEL AUGUSTIN | Rechtsanwalt
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